Man kann kaum eine Internetseite öffnen, ohne die Wörter „Digitalisierung“, „Internet der Dinge“, „Industrie 4.0“ und was es da sonst noch für ähnliche Wörter gibt, zu lesen. Zu Beginn spekulierte ich noch, ob es sich hierbei nur um einen Hype handelt oder was es genau mit diesem Interesse der IT gegenüber auf sich hatte. Heute wissen wir, dass es sich nicht um einen Hype, sondern um eine Änderung verschiedener Prozesse handelt. Man könnte schon fast meinen, Unternehmen haben erst vor kurzem angefangen sich zu digitalisieren. Jedoch ist dies nicht ganz richtig. Digitalisierung bedeutet nichts anderes als die Vorteile der vernetzten Welt im eigenen Unternehmen zu nutzen. Einige Beispiele von früher sind nachfolgend aufgeführt:

  • Belege mittels einer Software selber buchen — statt Ordner zum Buchhalter bringen
  • Onlinepräsenz aufbauen —  statt Inserate im Telefonbuch zu schalten
  • Rechnungen per E-Mail —  statt x Briefe jeden Monat per Post zu senden

Man muss kein Genie sein um zu sehen, dass die Digitalisierung seit Anbeginn des Informationszeitalters stattgefunden hat. Die Frage ist nun, was bedeutet Digitalisierung heute? Es bedeutet nichts anderes als das, was es schon früher bedeutet hat:

Die heutigen Möglichkeiten der Digitalisierung für sein Unternehmen zu nutzen, um so die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten und zu fördern!


Abbildung 1 – Ziel der Digitalisierung / Eigene Darstellung in Anlehnung: (PostFinance & KMU-HSG, 2016) (klicken um zu vergrössern)

Die Welt tickt schneller als früher. Uns stehen 24 Stunden pro Tag und 365 Tage pro Jahr Informationen über alle Themen, Produkte und Dienstleistungen, die wir suchen, zur Verfügung. Im Jahr 2020 werden in der Schweiz die Digital Natives (Menschen, welche mit der Digitalisierung aufgewachsen sind) die Digital Immigrants in der Anzahl überholen (mehr zum Thema Digital Natives in einem separaten Blog-Beitrag), was zu einer Veränderung verschiedener Prozesse (Kundenkontakt, Bestellung/Buchung, Betreuung, u.v.m.) führen wird.

PwC Studie

Abbildung 2 – Eigene Darstellung in Anlehnung: Digital Natives Schweiz / Eine Studie von PwC (klicken um zu vergrössern)

Jetzt könnte man meinen, das ist doch nicht so wichtig. Nun ja, eben genau nicht. Diese Digital Natives sind die Kunden und Mitarbeiter von morgen. Diese Kunden kaufen nicht mehr per Fax oder bestellen Produkte per Brief. Sie sind komplett anders, denn diese Kunden bestellen Produkte und Dienstleistungen nicht mal mehr über den PC.

Rund 71 Prozent aller Onlineeinkäufe weltweit werden heute bereits über das Smartphone oder Tablet getätigt. Im Jahr 2015 betrug der Anteil Bestellungen via Smartphone oder Tablet in der Schweiz knapp 25 Prozent, im Jahr 2014 waren es lediglich 15 Prozent. (statista.com, 2018) Diese Kunden haben viel höhere Anforderungen was den digitalen Auftritt (von A-Z) von Unternehmen anbelangt.

Was hat es aber nun mit der digitalen Transformation auf sich? Einfach gesagt können wir uns das so vorstellen. Wenn man einen Einkaufszettel hat, auf dem man die Lebensmittel noch händisch aufschreibt, ist dies ein analoger Prozess.

Nimmt man nun aber das Smartphone für die Zusammenstellung der Lebensmittelliste, ist dies bereits eine Prozessdigitalisierung. Mit diesem Prozess hat man allerdings noch keinen grossen Nutzen. Wenn wir aber nun einen Smart-Fridge (intelligenten Kühlschrank) nehmen, der anhand Sensoren merkt, dass die Milch leer ist, automatisch neue bestellt und die dann geliefert wird, dann haben wir eine digitale Transformation. Auch hier gilt: einige Transformationen sind sinnvoller als andere.